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Das Myokin Musclin erhöht die Ausdauer durch eine verbesserte mitochondriale Biogenese im Tiermodell.

Forscher entdecken neues “Sporthormon”: Musclin

…wir wissen, dass wir gar nichts wissen (oder zumindest fast gar nichts). Zu diesem Fazit kommt man, wenn man mal wieder liest, das seine neue körpereigene Substanz entdeckt wurde, die Stoffwechsel und Gesundheit beeinflusst.

Jetzt haben Forscher ein bis dato unbekanntes Hormon entdeckt, welches das Potenzial hat die Ausdauer zu verbessern – und sie nennen es Musclin.





Musclin, ein Ausdauer-Sporthormon?

Bei Musclin handelt es sich um ein sogenanntes Myokin, eine Signalsubstanz, die in der Muskulatur gebildet (und in den Blutkreislauf abgegeben) wird und die lt. aktuellsten Forschungsergebnissen die Produktion von Mitochondrien in der Muskelzelle erhöhen kann (mehr Mitochondrien = bessere Energiebereitstellung = mehr Ausdauer).

Mäuse, die genetisch so designt waren, dass ihr Körper kein Musclin produzieren konnte, wiesen eine geringe Trainingskapazität auf – sie hielten die Belastung wesentlich kürzer durch, als artverwandte Genossen, die kein Musclin-Defizit aufwiesen. Die Tiere waren auch “schneller aus der Puste”, wenn sie keinen Sport treiben mussten.

In einem weiteren Experiment verabreichten die Forscher den Musclin-defizitären Tieren exogenes Musclin und verglichen die Mäuse mit jenen, die nur ein Placebo erhielten. Nach nur 1 Woche zeigte sich, dass die Trainingskapazität der ehemals Musclin-defizitären Mäuse wieder auf das Ausgangsniveau zurückkehrte (sie konnten also wieder so lange aktiv sein, wie gesunde Nager).

Das Studienergebnis

„Die Infusion mit Musclin in Mäusen, in denen das Musclin-Gen ausgeschaltet wurde, zeigte sich als effektiv, wenn es darum ging die Trainingskapazität in nur einer Woche wiederherzustellen.”Subbotina, E.PhD.

Die Wissenschaftler fanden auch rasch eine Begründung für diesen überaus spannenden Fund: Musclin sorgt innerhalb der Muskulatur dafür, dass mehr Mitochondrien – “Energiekraftwerke der Zelle” – gebildet werden , wodurch letztendlich die Leistungsfähigkeit beeinflusst wird.

Ein paar Denkanstöße (Food for Thought)

    • Wird Musclin in der menschlichen Muskulatur ebenfalls synthethisiert und wenn ja, in welcher Konzentration?
    • Wie stark sind die intra-individuellen Schwankungen und welchen Einfluss hat Musclin auf die Trainings- und Adaptionsfähigkeit beim Menschen?
    • Was passiert, wenn man den Musclin-Spiegel auf ein supra-physiologisches Level anheben würde? Könnte es die Leistung über einen “Normalwert” verbessern, z.B. durch eine verstärkte mitochondriale Biogenese?
    • Welche potenziellen Anwendungsgebiete in der Medizin ergeben sich aus diesem Fund? (z.B. Behandlung von Muskelschwäche oder als Anti-Age Mittel).
Quellen (Draufklicken zum Ausklappen)

[1] Subbotina, E. (2015): Musclin is an activity-stimulated myokine that enhances physical endurance. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. URL: http://www.pnas.org/content/112/52/16042.

[2] ScienceDaily (2015): New ‚exercise hormone‘ promotes physical endurance. URL: http://www.sciencedaily.com/releases/2015/12/151216151948.htm.

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Bildquelle: Titelbild: Flickr / Rene Schwietzke



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